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Am 12. Mai ist der Tag der Pflege

Zwei Kolleginnen erzählen, weshalb sie sich für die Arbeit im Friedel-Orth-Hospiz entschieden haben.

„Die richtige Entscheidung“

Als Beleghebamme arbeiten war mein Ziel nach meinem Hebammenexamen 2001. Aufgrund von eigener Familiengründung und beruflichen wie auch privaten Gegebenheiten war mir das Ausüben des Berufes längerfristig nicht möglich.

Später arbeitete ich geringfügig im ambulanten Pflegedienst und absolvierte die Ausbildung zur Pflegehelferin. Die Arbeit in der Pflege gefiel mir sehr gut, wobei ich ja schon nach dem Abitur beide Ausbildungsplätze sicher hatte, zur Hebamme und zur Krankenschwester.

Ende 2017 entschied ich mich spontan in die Fachkraftausbildung zu gehen. Mithilfe einer Ausbildungsverkürzung konnte ich im Januar 2018 in einen laufenden Kurs der Teilzeitausbildung am Klinikum Wilhelmshaven einsteigen. Das Modell der Teilzeitausbildung bot mir die Voraussetzungen, das Pflegeexamen trotz vier Kinder zu schaffen.

Ein Wunscheinsatz führte mich in den Kreißsaal, wo ich mir vorstellen konnte wieder als Hebamme zu arbeiten. Mein zweiter Wunsch führte mich im Februar 2020 ins Hospiz nach Jever. Das würdevolle Arbeiten, die Atmosphäre und der Umgang im multiprofessionellen Team hatten mich sehr beeindruckt. Am Ende des Einsatzes wurde mir ans Herz gelegt, mich doch zu bewerben.

Nach meinem Examen Ende Februar bin ich dann direkt zum 1. März 2021 im Friedel-Orth-Hospiz angefangen. Sowohl als Hebamme als auch als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Palliativpflege finde ich es schön, Menschen in besonderen Lebenssituationen begleiten zu können. 

Für mich war es die richtige Entscheidung in die palliative Pflege zu gehen. Eine zusätzliche Tätigkeit in der Hebammennachsorge ist in der Zukunft jedoch nicht ausgeschlossen. 

 

Frauke Meents (44) hat ihre Tätigkeit am 1. März 2021 im Friedel-Orth-Hospiz aufgenommen

„Hier gehöre ich her.“

Als gelernte Krankenschwester war ich elf Jahre in der ambulanten Pflege tätig. Dort habe ich über viele Jahre gerne gearbeitet, aber irgendwann gemerkt, dass ich mich verändern möchte. "Was nun?", fragte ich mich. Eine ehemalige Kollegin war zu dem Zeitpunkt bereits im Friedel-Orth-Hospiz tätig und begeistert von ihrem neuen Arbeitgeber. Kurzerhand habe ich angerufen und durfte zweimal hospitieren. Schnell war mir klar: "Hier gehöre ich her."

Natürlich war vieles für mich neu: aus "Patienten" wurden "Gäste" und aus "Angehörigen" "Zugehörige". Außerdem habe ich auf einmal viel mehr Zeit für den einzelnen Menschen. Um diese Veränderungen zu verinnerlichen, war für mich die intensive Einarbeitungszeit, in der ich von einer Patin begleitet wurde, ein großes Geschenk.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner neuen Herausforderung und manchmal denke ich mir, dass ich diesen Schritt eher hätte gehen sollen.

Hanna Fabricius-Horn (57) hat ihre Tätigkeit am 1. Februar 2021 im Friedel-Orth-Hospiz aufgenommen