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Ansprechpartner
Sigrid Woda
Tel. 04461-743 46-11

Wer das erste Mal mit einem stationären Hospiz zu tun hat, dem stellen sich viele Fragen.

Möchten Sie mehr über uns erfahren? Dann laden wir Sie ganz herzlich zu einem Besuch in unser Friedel-Orth-Hospiz in Jever ein. Vereinbaren Sie hierzu gerne einen Termin mit Pflegedienstleitung Sigrid Woda.

Erste Antworten auf Ihre Fragen finden Sie hier:

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Sigrid Woda
Tel. 04461-743 46-11

Was erwartet mich im Friedel-Orth-Hospiz?

In unserem stationären Hospiz ermöglichen wir schwerst kranken Menschen bis zuletzt ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben. Sie werden hier durch speziell geschulte Fachkräfte individuell und liebevoll gepflegt und betreut. Für die medizinische Betreuung der Hospizgäste sind deren jeweiligen Hausärzte oder die Palliativmediziner des Hospizes zuständig.

Im Friedel-Orth-Hospiz in Jever steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Gast soll sich hier so weit wie möglich zu Hause fühlen. Deshalb bestimmt er den Tagesablauf mit. Er kann und darf solange schlafen, wie er möchte. Die Mahlzeiten können zu den gewünschten Zeiten entweder im Zimmer oder in der gemeinsamen Wohnküche eingenommen werden. Das Mittagessen der Hospizgäste wird angeliefert. Frühstück und Abendessen werden in der eigenen Küche zubereitet. So bleibt es möglich, auf individuelle Wünsche einzugehen.

Die Angehörigen sind im Friedel-Orth-Hospiz jederzeit willkommen und können nach Absprache mit der Pflegedienstleitung ebenfalls hier übernachten. Es ist Platz für gemeinsames Essen und Feiern, für Tränen und für Lachen.

Warum überhaupt ein stationäres Hospiz?

Der medizinische und pflegerische Versorgungsbedarf, der aus der Erkrankung eines schwerstkranken Patienten resultiert, übersteigt in Art und Umfang oftmals die Möglichkeiten von Angehörigen und Ehrenamtlichen sowie der ergänzenden ambulanten Versorgungsform (vertragsärztliche Versorgung, häusliche Krankenpflege, ambulante Hospizbetreuung etc.).

In einem stationären Hospiz können die Gäste sowohl medizinisch, pflegerisch als auch seelisch kompetent und verlässlich betreut und begleitet werden.

Wer ist für Gäste und Angehörige da?

Bei uns arbeitet ein multiprofessionelles Team, das sich gemeinsam dafür einsetzt, den Hospizgästen die letzten Tage, Wochen oder wenigen Monate möglichst frei von Schmerzen sowie allen anderen Symptomen, die den Gast belasten, bewusst erleben zu lassen. Gemeinsam sind sie da für unsere Gäste mit ihren individuellen Bedürfnissen und ihre Angehörigen.

Fester Bestandteil des Teams eines stationären Hospizes sind fachlich qualifizierte Pflegekräfte. Sie arbeiten eng mit den ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen, den betreuenden Hausärzten, Palliativmedizinern, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und anderen Therapeuten zum Wohle der Gäste zusammen.

Wer hat Anspruch auf einen Hospizplatz?

Voraussetzung für die Aufnahme in einem stationären Hospiz ist eine schwere Erkrankung in weit fortgeschrittenem Stadium. Das bedeutet, die Erkrankung ist palliativmedizinisch (symptom-/schmerzlindernd) behandelbar, sie ist aber nicht mehr heilbar. Der Patient hat aufgrund seiner fortgeschrittenen Erkrankung nur noch eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten. Für seinen Hospizaufenthalt benötigt der Gast eine ärztliche Bescheinigung sowie die Einstufung in eine Pflegestufe.

Folgende Erkrankungen sind häufig ausschlaggebend für einen Hospizaufenthalt:

  • onkologische Erkrankung 
  • Erkrankung des Nervensystems mit unaufhaltsam fort- schreitenden Lähmungen 
  • Endzustand einer chronischen Nieren-, Herz-, Verdauungstrakt- oder Lungenerkrankung 
  • Vollbild der Infektionskrankheit AIDS

Wer hilft bei der Aufnahme?

Das Pflegeteam des Friedel-Orth-Hospizes steht dem Gast bei bei den Formalitäten gerne zur Seite und veranlasst die notwendigen Schritte. Weitere Ansprechpartner für die Aufnahme in das Hospiz sind:

  • im Falle eines Krankenhausaufenthaltes der Sozialdienst. Er hilft bei der Suche nach einem Hospizplatz, stellt den Kontakt zum stationären Hospiz her und vermittelt den Hospizplatz. 
  • die stationären Hospize selber. Die jeweilige Pflegedienstleitung setzt sich in Kontakt mit den Angehörigen, Ärzten bzw. dem Sozialdienst des Krankenhauses. 
  • der ambulante Hospizdienst, der bisher den Patienten zu Hause behandelt hat. 
  • der Hausarzt oder behandelnde Palliativmediziner. 
  • Pflegestützpunkte. Über sie können Informationen über das nächstliegende Hospiz eingeholt werden.

Muss ich meine Wohnung kündigen und mich ummelden?

Es ist nicht erforderlich, beim Einzug in ein stationäres Hospiz die eigene Wohnung zu kündigen. Möglicherweise ist es für die Angehörigen sogar realisierbar, mit dem Erkrankten hin und wieder für ein paar Stunden in die eigene Wohnung zu fahren. Dieses ist natürlich stark abhängig vom Gesundheitszustand des Hospizgastes.

Darüber hinaus ist kein Gast verpflichtet, den gesamten Tag im Hospiz zu verbringen. Er kann, wenn es seine Konstitution zulässt, das Hospiz vorübergehend verlassen. Dieses sollte jedoch nie alleine geschehen, um etwaige Komplikationen (Stürze, Schwächeanfälle etc.) zu vermeiden.

Wie lange kann man im Hospiz wohnen?

Die Krankenkassen gewähren als Aufenthaltsdauer den Gästen zunächst einen Zeitraum von einigen Wochen oder Monaten. Sind die verstrichen, kann durch das Hospiz ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden. Unsere Gäste bleiben so lange, wie es ihre Zeit will. Dies können Tage, Wochen oder mehrere Monate sein.

Was kostet der Aufenthalt?

Dem Gast entstehen keine zusätzlichen Kosten:

  • 95 Prozent der Gesamtkosten werden durch die Kranken- und Pflegekassen übernommen, 5 Prozent werden von dem Träger des stationären Hospizes sowie dem Förderverein durch Spenden erbracht. 
  • Der Anteil der Pflegekasse richtet sich nach der Pflegestufe des Versicherten und wird in gleicher Höhe wie die Leistung bei vollstationärer Pflege gezahlt. 
  • Dem Gast bleibt allein die Zuzahlung für Arznei-/Verbandsmittel, Heilmittelverordnung, Hilfsmittel (außer bei Befreiung).

Wie werden Angehörige untergebracht?

Wir haben ein Zimmer für Angehörige. Darüber hinaus sind die Zimmer der Gäste so ausgelegt, dass dort bei Bedarf eine zweite Person übernachten kann.

Hat Hospiz etwas mit Sterbehilfe zu tun?

Die Hospizbewegung bezieht hier eindeutig Stellung und lehnt aktive Sterbehilfe grundsätzlich ab. Sie sieht ihre Arbeit vielmehr als eine vorbeugende Maßnahme gegen Sterbehilfe.

Der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe entsteht oftmals durch unerträgliche Beschwerden oder eine tief empfundene Einsamkeit. Die Hospizbewegung entstand unter anderem deshalb, weil es Menschen gab, die dem Leiden und der Isolation sterbender Menschen begegnen und dafür Abhilfe schaffen wollten.

Gibt es ein Hospiz speziell für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene?

Schwerkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben andere Bedürfnisse als Erwachsene, die in einer ähnlichen Situation sind. Oftmals kommen die Kinder und Jugendlichen nicht zum Sterben in ein Hospiz, sondern sie verbringen dort mit ihren Familien über Jahre hinweg immer wieder eine bestimmte Zeit.

Die mission:lebenshaus gGmbH als Träger des Friedel-Orth-Hospizes hat in Wilhelmshaven ein Kinder- und Jugendhospiz eröffnet. Dort können Kinder und Jugendliche vom Säuglingsalter bis zum Alter von 24 Jahren mit ihren Familien als Gäste leben.

Erreichbar ist das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich unter: Telefon 04421/ 966 000 oder per E-Mail: info.wilhelmshaven@mission-lebenshaus.de. Weitere Informationen zu diesem Hospiz finden Sie hier >>.

Wie kann ich das Friedel-Orth-Hospiz unterstützen?

Sie können das Friedel-Orth-Hospiz auf vielfältige Weise unterstützen. Zum Beispiel, indem Sie anderen von dem Hospiz erzählen oder sich ehrenamtlich für das Hospiz einsetzen. Auch mit einer Sach- oder Geldspende helfen Sie uns sehr.

Spendenkonto mission:lebenshaus gGmbH
Bank für Sozialwirtschaft Stichwort "Friedel-Orth-Hospiz"
BIC: BFSWDE33HAN IBAN: DE07 2512 0510 0004 4724 00

Sie können auch direkt über unsere Internetseite online spenden oder Ihr eigenes Spendenprojekt anlegen >>>